Bei den Forschungsarbeiten am Lehrstuhl spielen Graphen und Grammatiken eine zentrale Rolle. Graphen bestehen aus Knoten und Kanten, die Beziehungen zwischen den Knoten darstellen. Anstelle von Graphen spricht man auch von Netzen, Schaltungen, Plänen oder Diagrammen. Graphen haben ein sehr breites Anwendungsfeld in der Informatik und weit darüber hinaus. In sehr allgemeiner und flexibler Weise werden sie zur abstrakten Beschreibung komplexer Strukturen herangezogen. Typische Anwendungsbeispiele sind Petrinetze, ER-Diagramme, Netzpläne, elektrische oder VLSI Schaltungskreise und nicht zuletzt Entwurfsskizzen, bei denen es um die Darstellung von Objekten und wechselseitige Abhängigkeiten geht. Grammatiken sind Systeme zur formalen Beschreibung syntaktisch korrekter Sätze bzw. Programme.

Aktuelle Forschungsschwerpunkte sind Graph Grammatiken und Methoden
zur Visualisierung von Graphen. Diese Konzepte werden zu Layout Graph
Grammatiken kombiniert. Ziele der Arbeiten sind zum einen die formale
Fundierung und die theoretische Durchdringung dieser neuen
Konzepte. Einen breiten Raum nehmen die praktische Umsetzung und
experimentelle Erprobung insbesondere der Layoutverfahren ein. Hier
kann auf das am Lehrstuhl entwickelte Graph System
zurückgegriffen bzw. darauf aufgebaut werden. Die theoretischen und
praktischen Arbeiten sollen mit dazu beitragen, komplexe Strukturen
und Systeme transparent und überschaubar zu machen. Die Abbildungen 1
und 2 verdeutlichen dies mit je einer unübersichtlichen und einer
strukturierten Darstellung.
